G28 Mücke

Planung 1995

Die Planung wurde von den Kameraden Gerhard Lippitsch und Christian Spindler im Jahre 1995 begonnen. Ziel war es ein Segelflugzeug zu bauen, das ohne Kraftaufwand in kürzester Zeit mit maximaler Sicherheit zusammengebaut werden kann.
Die ursprünglichen Entwurfsziele – leichtes Flugzeug, leichtes Handling und Sicherheit durch gute Sicht und körpergerechte Unterbringung des Piloten – bewirkten folgendes:
Geringes Gewicht -> bei konventioneller Bauweise (15 m) zu geringe Flächenbelastung für vernünftige Penetrierfähigkeit.
Bei kleinerer Spannweite gehen aber die Flugleistungen in den Boden.
Daher: 15 m Spannweite und Streckung von 26. Bei gleicher Flächenbelastung, wie sie heutige Standardklasseflugzeuge haben, kann das Gewicht bei lediglich 160 kg liegen.
Profile für kleine Re-Zahlen sind heutzutage verfügbar, und auch geringe Gewichte sind bei ausreichender Festigkeit erreichbar, wie viele Versuche in Vergangenheit und Gegenwart belegen. (fS-25, Silent,..) Da die Flügel und der Rumpf aus Zeit- und Geldgründen komplett positiv gebaut werden sollten, war der Einbau der Bremsklappen ein wenig problematisch.
Auf der Suche nach einem Ersatz für dieses Bauteil kam die Idee bei unserer Modellbau-Sektion: Butterfly-Stellung der Wölbklappen und der Querruder. Dabei werden die Wölbklappen in Landestellung gebracht und die Querruder nach oben ausgeschlagen.
Eine andere Version wäre eine Kombination von Wölbklappen und Endleistendrehklappen, wie sie beim Mini-Nimbus und dem Moskito ausgeführt sind. Ein netter Nebeneffekt ist die stabile Fluglage durch die extreme Schränkung. Ob allerdings die Bremswirkung und der Querruderausschlag für eine sichere Steuerung noch ausreichend ist, gilt es noch zu berechnen.

Letztstand ist die Planung eines 15m FAI Rennklasse-Flugzeuges, für das der Name „Mücke“ ein wenig deplaziert wirkt.

Wegen mangelndem Interesse anderer Mitglieder ist die G28 bislang nicht aus dem Projektstadium herausgekommen.