Ausbildung

Schulung

DSC_3592Die Schulung fordert ganzen Einsatz an Körper, Geist und Zeit. Segelfliegen verlangt vom Piloten sehr viel fliegerisches Gefühl. Unsauberes Fliegen lässt sich nicht durch Motorleistung kompensieren, sondert wirkt sich unmittelbar in Höhenverlust aus. Der Segelflieger muss in der Lage sein, die sich bietenden Aufwindarten (Thermik, Hangaufwind, Wellenaufwind) erkennen und nützen zu können, sowie die Wettersituation und die Geländegegebenheiten zu beurteilen.

Voraussetzungen

Mit der Schulung darf bereits mit dem vollendeten 15. Lebensjahr begonnen werden, der Segelflugschein kann mit vollendetem 16. Lebensjahr erworben werden.

Medical

Die fliegerärztliche Untersuchung kann nur bei einem Fliegerarzt erfolgen, und ist für einen halbwegs gesunden Menschen kein Problem. Untersucht werden neben dem allgemeinen Gesundheitszustand im wesentlichen Kreislauf, Gehör, Sehtüchtigkeit („normale“ Brille oder Kontaktlinsen sind kein Problem), Gleichgewichtssinn und Koordination und ein Bluttest wird auch durchgeführt. Ein gültiges Medical ist spätestens beim ersten Alleinflug notwendig.

Schulbetrieb

Die Schulung kann nur in einer Flugschule (z:B. Verein mit Flugschule, wie wir einer sind) durch geprüfte Fluglehrer erfolgen. In unserer Flugschule stehen dir erfahrene Fluglehrer zur Verfügung, die alle ehrenamtlich tätig sind. Dir erwachsen also keine zusätzlichen Kosten für den Fluglehrer, wie dies zB bei kommerziellen Flugschulen der Fall ist.

Theorieunterricht

Blockunterricht nach Vereinbarung in den Fächern:

  •  Luftrecht
  •  Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse
  •  Flugleistung und Flugplanung
  •  Menschliches Leistungsvermögen
  •  Meteorologie
  •  Navigation
  •  Flugbetriebliche Verfahren
  •  Aerodynamik

Lust auf’s Lernen? Auf der Webpage des Segelflugverbands der Schweiz stehen umfangreiche Theorieunterlagen zum Download zur Verfügung.

Praxisausbildung

  • vorwiegend nachmittags in Graz/Thalerhof,

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    Schulung in Graz
  • bei unseren Fluglagern (im Frühling und Sommer)
  • und am Wochenende je nach Wetter und Bedarf in Graz oder Timmersdorf.

Die Dauer und Kosten der Schulung richten sich nach Talent und „Kompaktheit“ der Schulung, d.h. eine kontinuierliche Teilnahme an der Schulung ohne größere Unterbrechungen garantiert den besten Lernfortschritt. Neben einigen längeren Flügen werden hauptsächlich Platzrunden geflogen, d.h. es wird Starten und vor allem Landen geübt. Wir schulen aus Kostengründen auf unserem Motorsegler Dimona.

Im Allgemeinen ist mit ca. 60 Starts mit Lehrer zu rechnen, dann sind die gesetzlich vorgeschriebenen 35 Alleinstarts auf dem Motorsegler (unter Aufsicht) fällig. Für die F-Schleppberechtigung (Schlepp des Segelflugzeuges durch Motorflugzeug) sind nochmal 10 Alleinstarts vorgeschrieben.

Details zu den Anforderungen und zur Prüfung findest du auf www.aeroclub.at

Kosten

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F – Schlepp in Nötsch

Unsere Standard-Grundausbildung umfaßt:

  •  Segelflugschein mit erweiterter Grundberechtigung (Passagier darf mitgenommen werden) mit
  •  Startarten Hilfsmotor (= Motorsegler) und F-Schlepp

Kosten ca. € 2000.- bis 3000.- (hängt stark von deinem Einsatz ab: kürzere Schulung = billiger!)

Prüfung

Die Prüfung wird von 2 Segelfluglehrern abgenommen:

  • praktische Prüfung: 3 Alleinflüge (am Ende der 35 Alleinflüge)
  • theoretische Prüfung: Multiple-Choice Test
  • weitere mögliche Berechtigungen: Windenstart, Kunstflug, Fluglehrer

Der Fragenkatalog des Österreichischen Aeroclubs steht online zur Verfügung. Da kannst du schon mal nachschauen, was auf dich zukommt.

Weiterbildung

Nach erfolgter Grundausbildung kannst du weitere Berechtigungen erwerben, wie zB die Kunstflugberechtigung.

Durch unser „Mentorsystem“ wirst du nach der Ausbildung nicht allein gelassen, sondern dein Mentor (meist ein Fluglehrer) kümmert sich um dich. Weitere Schritte sind beispielsweise Doppelsitzerflüge um das Thermikfliegen zu üben, sowie die Hinführung zum Streckenflug. Dazu werden im Winter auch Workshops veranstaltet.

Von Zeit zu Zeit organisieren wir auch Fallschirmabsprünge, damit man sich mit dem Lebensretter vertraut machen kann.